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  • 2026 – Ich liebe dich nicht, du inspirierst mich

    2026 – Ich liebe dich nicht, du inspirierst mich

    (Regie: Elli Treptow)

    Die Freie Theaterproduktion feierte im Ballhaus Prinzenallee Premiere. Es handelt von Frauen in der Kultur und Wissenschaft, deren Errungenschaften und Entdeckungen nicht anerkannt wurden. Historisch mussten viele Künstlerinnen unter falschem oder männlichem Namen veröffentlichen, um gesehen zu werden. Dazu kommt, dass die Entdeckungen vieler Frauen von männlichen Kollegen gestohlen wurden (bspw. die Doppelhelixstruktur der DNS, entdeckt von Rosalind Franklin).

    Das dynamische Bühnenbild erschafft einen abstrakten Raum und verschluckt die Musen, die sich im Verlauf des Stücks ihre Freiheit erkämpfen bis sie sich schlussendlich von ihrer Umgebung visuell absetzten.

    Das Kostümbild soll zu Beginn das antike Bild der Musen durch skulpturelle Kleider verstärken. Die Figuren sind angelehnt an die Hollywood-Persönlichkeiten der 1920er Jahre. In dieser Zeit haben nicht-adlige Frauen das erste mal Mode bestimmt. Allerdings wurden sie von der Öffentlichkeit geradezu angehimmelt und objektartig auf ein Podest gestellt. Die Darstellung ändert sich im Laufe des Stücks zuerst zu Kleidern, die an die Hausfrauen der 1960er Jahre erinnern, und schließlich zu abstrahierten Frauenkörpern.

    Fotos von Jens Ferchland

    Programmheft zum Stück

    Pressestimmen:

    Credits:

    Regie: Elli Treptow

    Mit Texten von Elli Treptow, Karoline Sachslehner, Prijana Kumar, Svenja Peters, Ole Ferchland, Victoria Benedictsson, Clara Immerwahr, Mileva Marić, Sivan Ben Yishai, Homer,
    Albert Einstein, Elisabeth von Österreich

    Erarbeitet mit: Karoline Sachslehner, Svenja Peters, Prijana Kumar

    Schauspiel: Karoline Sachslehner, Prijana Kumar, Elli Treptow

    Kostüm / Bühne / Maske: Ole Ferchland

    Licht: Lorenz Reimann

    Stimme: Ole Xylander

    Fotografien: Jens Ferchland

    Design Programmheft: Ole Ferchland

    Poster: Ballhaus Prinzenallee

  • 2025 – War Requiem (Benjamin Britten)

    2025 – War Requiem (Benjamin Britten)

    (Choreografie: Elli Treptow, Konzept: Ole Ferchland)

    Die Konzeption ist in Zusammenarbeit mit der Choreografin und Regisseurin Elli Treptow entstanden. Die Choreografie ist von Elli Treptow und es tanzen Ole Ferchland und Elli Treptow.

    Für die Inszenierungskonzeption des WAR REQUIEMS als Tanzstück führen wir eine dritte und vierte Ebene neben dem liturigschen Missa pro defunctis und den Gedichten von Winfried Owen ein. Diese Ebenen bestehen einerseits aus einem Ballettensemble und andererseits aus Zeitzeugen und Veteranen vergangener und aktueller Kriege, die von ihren Erlebnissen berichten. Diese Geschichten können alltäglich sein, verweisen aber zeitgleich auf die Schrecken des Krieges. Wir greifen das Prinzip des Simultantheaters auf, indem wir diese gesprochenen und tänzerischen Passagen simultan in der Mitte des Stücks platzieren. Wir möchten daran erinnern, dass nicht nur vor einhundert Jahren Millionen von Menschen im Krieg gestorben sind, sondern auch heute noch der Krieg Menschen beeinflusst, in vielerlei Hinsicht deformiert und Millionen Opfer bringt.

    Um strenge militärische Strukturen im Krieg besser wahrnehmbar zu machen, haben wir uns gegen die ausschließliche Nutzung von Modern Dance entschieden und auch klassischen Ballettelemente mit einbezogen.

    Der getanzte Abschnitt, der im Film zu sehen ist, ist das Agnus Dei der Missa pro defunctis. Er umfasst Gedanken zur Hoffnung, bittet um ewige Ruhe für die Gefallenen und deren Aufstieg in den Himmel. Besonders haben uns zwei Verse aus dem Gedicht At a Calvary near the Ancre von Owen inspiriert, das Britten einbezogen hat:

    But they who love the greater love
    Lay down their life; they do not hate

    Video, Fotos, Poster und Bühnenentwürfe von Ole Ferchland

  • 2025 – Verliebt

    2025 – Verliebt

    (Elli Treptow und Jennifer Trieppel)

    Das freie Performancetheaterprojekt “VERLIEBT” (Regie: Elli Treptow) feierte am 14.02.2025 in der Brotfabrik Berlin Premiere. Konzept und Text stammen von Elli Treptow und Jennifer Trippel.

    “Sind wir von Grund auf Romantiker oder haben wir einfach zu viele Liebesfilme angeschaut?

    Als Mädchen träumten wir alle von der großen Liebe. Schon vor dem Eintritt in die Grundschule begannen wir, unsere Traumhochzeit zu malen; immer und immer wieder. Die Überzeugung, dass wir die Liebe unseres Lebens finden und damit unser Glück erreichen würden, prägte unsere Vorstellung von Beziehungen. Doch wovon träumten wir, bevor wir unser Glück an einem uns damals noch unbekannten Gefühl festmachten? Können wir wahre Erfüllung finden in einer angelernten Eigenschaft?”

    Fotos von Jens Ferchland
    Plakat von Elli Treptow

  • 2024 – Hänsel und Gretel

    2024 – Hänsel und Gretel

    (Engelbert Humpernick)

    Was mich an der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck fasziniert hat war, wie harmlos sie im Gegensatz zu dem originalen Märchen ist. Hänsel und Gretel werden nicht verstoßen. Stattdessen werden sie von der Mutter Erdbeeren-suchen geschickt. Die Oper schien eine grausame Welt zu verschönen; mehr oder weniger eine rosarote Brille für die Realität. Ich habe mir eine stark saturierte Welt vorgestellt, in der die Kinder Spielfiguren sind; herumgeschoben von ihrer Umwelt und nationalen Erziehungssymbolen wie Märchen.

    Meine im Studium konzipierte Inszenierung beginnt mit der Familie in altertümlichen Kostümen, die einen nationalistischen Unterton haben, sodass einer Verbindung mit der Anastasia Bewegung oder der “Heimattreuen Deutschen Jugend” (kurz HDJ) möglich ist. Die Stimmung kippt nach der Flucht in den Wald in eine verrückte Welt deutscher Märchen, Geschichten und Figuren, wie Rotkäppchen mit dem Wolf, dem Struwelpeter, Räuchermännchen, marschierenden Nussknackern und Zwergen mit blonden Seitenscheiteln. 

    Im dritten Akt werden die Geschwister vom Taumännlein geweckt, einer verbitterten, fast toten Frau vom deutschen Staat, die die Anzeige der beiden aufnimmt, sie aber abweist.

    Die Kinder kommen danach in eine saturierte Welt mit kurz-geschnittenem Gras und einem übergroßen Gartenzwerg an. Sie scheinen in einer guten und einfachen Welt angekommen zu sein und verlieren sich in dem Traum einer nationalen Kleingartenanlage. Dort werden sie von einem Reichsbürger aufgegriffen (die Hexe), der sie versucht für seine Zwecke zu missbrauchen. Hier treten Gruppen von Soldaten, Offiziere, rechte Politiker*innen und Möchte-Gern-Richter*innen zu der Hexe. Dies ist eine Anlehnung an den Fall Prinz Reus.

    Nachdem sich die Geschwister von der Hexe befreien, stehen sie im Mittelpunkt. Sie sind düster ineinander zusammengesunken, während der fröhliche Schluss spielt und alle Figuren erneut auf die Bühne kommen.

    Entwürfe

    Moodboards zu Deutschland und zur Bühne
    (Bilder stammen aus dem Internet, die Gemälde sind u.a. von Caspar David Friedrich)

  • 2024 – Maske

    2024 – Maske

    Für das Modul Maske und Spezialeffekte wurde diese Maske kaschiert. Die Kreatur ist in Anlehnung an die Geschichten von Walter Moers.

    Fotos von Ole Ferchland

  • 2024 – Fotografie

    2024 – Fotografie

    Für das Modul Fotografie und Lichttechnik wurde das Foto konzipiert, belichtet und umgesetzt.

    Foto von Ole Ferchland

  • 2024 – Hänsel und Gretel

    2024 – Hänsel und Gretel

    (Engelbert Humperdnick)

    Für die Opernwerkstatt der Hanns Eisler Hochschule für Musik und der UdK Berlin habe ich in Zusammenarbeit mit meiner Kommilitonin Laura Agostini die Maske für den zweiten Teil der Oper Hänsel und Gretel (Engelbert Humperdinck) erarbeitet und umgesetzt. Bei der Umsetzung an den Vorstellungstagen haben Amélie Schrader und Maya Lee Hainsfurth mitgearbeitet.

    Die Regie (Moritz Warnecke) und die Sänger*innen sind Studierende der Hanns Eisler Musikschule. Das Kostüm- und Bühnenbild ist von Studierenden der UdK Berlin.

    Fotos von Jonathan Gässler, letztes Foto von Tobija Harders

  • 2024 – Heimtücke

    2024 – Heimtücke

    (Emma Petersen, Elli Treptow)

    Zum Weltfrauentag 2024 habe ich für “Heimtücke” (Emma Petersen, Elli Treptow) die Kostüme und das Maskenbild entworfen und umgesetzt. Der Text ist von Emma Petersen und die Regie haben Emma Petersen und Elli Treptow geführt.

    Das Stück handelt von einer Frau, die über Jahre hinweg von Ihrem Ehemann missbraucht wird. Nachdem sie nach 10 Jahren keinen Ausweg findet ermordet sie diesen. Im 2. Akt des Stücks findet ihre Verurteilung vor Gericht Betrachtung.

    Plakat von Emma Lee Petersen

    Fotos von Jens Ferchland

  • 2024 – Heimat Fotoshoot

    2024 – Heimat Fotoshoot

    Für einen Fotoshoot zu dem Projekt “Roots” habe ich ein Kostümentwurf zum Thema Heimat angefertigt.

    Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Deutschen Nationalsozialismus und der damaligen Rhetorik gegen verfolgte Personen.  Das Ganze ist eine Auseinandersetzung mit meiner Vergangenheit und Gegenwart.

    Foto von Florian Kolmer

    Heimat – Ole Ferchland​​​​​​​

    Das Schwierigste mit der Frage der Heimat ist für mich der Umgang mit ihr. Denn in meiner Heimat zeigen Menschen dieselbe Voreingenommenheit, wie sie üblicherweise in den unentwickelten, vorindustriellen Gesellschaften Europas anzufinden waren. Grundlegend hat sich seit dieser Zeit viel getan. Aber nicht genug. Leider. 
    Noch heute ist es für nicht an das öffentliche Bild angepasste Personen, wie beispielsweise Personen der Queeren Community teilweise schwierig in die Öffentlichkeit zu treten. Es geschieht immer noch viel zu oft, dass Personen in der eigenen Heimat andere demütigen, beschimpfen und sogar bedrohen. Alles etwas, was ich in den letzte drei Jahren am eigenen Körper erlebt habe.
     
    Bei diesem Kostümprojekt habe ich mich mit dieser Problematik befasst. Ich nehme dabei insbesondere Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus, in der bekanntlich versucht wurde, jegliche Formen von Minderheiten anzuprangern und auszurotten. Angehörige von Minderheiten wurden damals aus ihrer Heimat herausgerissen. Sie haben ihr Leid in und vor allem durch ihre Heimat erfahren, die sie gesamtgesellschaftlich zu großen Teilen verstoßen hat. Heute werden Betroffne, zumindest in Deutschland, zwar meist nicht mehr verstoßen, allerdings wird anstelle dessen ein Unwohlbefinden in den Körper gepflanzt, dass jedes Mal verstärkt wird, wenn Menschen dieser Minderheiten Leid durch ihre Heimat erfahren. Dies ist ein stetig wachsendes Gefühl, das Wurzeln schlägt. Ich fühle mich unwohl in meiner Heimat; wenn ich durch meine Straße gehe; wenn eine neue Person in die U-Bahn einsteigt.
     
    Meine Heimat ist Deutschland. Aber mit der Frage der Heimat und unserer Beziehung zu unserem Zuhause, gehört auch die Akzeptanz. Meine Heimat ist, wie sie ist. Sie ist keine Wunschvorstellung eines Autokraten. Sie ist die Realität. Sie ist Modern. Und meistens ist sie freundlich oder zumindest akzeptierend.
    Deutschland ist keine homogene Masse und als solche muss sie akzeptiert werden. Von mir selbst, aber auch von Tätern.

    Die Bilder des Moodboards wurden dem Internet entnommen.

  • 2024 – Der Wanderer

    2024 – Der Wanderer

    Dies ist die Umsetzung der Maske für die Konzeption eines Theaterstücks.

    Es ging mir dabei um die Darstellung der Stärke dieser Figur und deren Verständnis von sich selbst und ihrer Umgebung

    Fotos, Bühnenbilddarstellungen und Illustration von Ole Ferchland
    Model: Laura Agustini

  • 2023 – Die Lage

    2023 – Die Lage

    (Thomas Melle)

    In Zusammenarbeit mit dem Unit der UdK habe ich mit meiner Kommilitonin Amélie Schrader das Kostüm- und Maskenbild für das Ensembleprojekt 2023 “Die Lage” von Thomas Melle (Regie: Katrin Plötner) erarbeitet.

    Aufgrund der stetigen Umzüge in dem Stück hat jede Schauspielende ein Charakterkostüm, das sich im Verlauf des Stücks dekonstruiert und ausgezogen wird.

    Einzelkostüme

    Fotos von Daniel Natschick
    Videos von der UdK